Berufe für Natur und Umwelt

Viele Menschen beschäftigen sich mit Natur und Umwelt, mit deren Erhalt und Schutz, auch beruflich. Um das zu machen, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Neben der Forschung, der Technik, der Chemie und der Landwirtschaft gibt es solche Berufe auch in Bereichen wie Büro, Management, Recht, Energie und Elektronik. Auch die dafür nötigen Ausbildungen sind vielfältig und bedeuten nicht unbedingt gleich ein Studium an der Universität. Menschen, die in Umweltberufen arbeiten, haben eine technisch-naturwissenschaftlichen oder sozialwissenschaftlichen Zugang. Eine Kombination aus Technik und Naturwissenschaft ist dabei beim Einstieg ins Berufsleben von großem Vorteil.

Welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es?

Ausbildungen gibt es entweder als Studium an Universitäten oder Fachhochschulen, z.B. Biologie, Forstwirtschaft, Agrarbiologie, Landschaftsplanung, Umwelt- und Bioressourcenmanagement, Wildtierökologie, Umweltpädagogik, Energie und Umweltmanagement, und noch viele mehr.

Es gibt aber auch 2-jährige Kollegs für Erneuerbare Energien, Chemie, Umweltmanagment oder Bautechnik. Man kann auch Lehren als Chemielabortechniker oder Gartengestalter machen. In Fachschulen, die 3,5 bis 4 Jahre dauern, kann man sich zum Chemiker oder Forstwirten ausbilden lassen.

Die Nachfrage nach Menschen mit Ausbildungen im Umweltbereich ist jedenfalls längerfristig steigend, denn die Gesellschaft in Österreich hat sich in den letzten Jahren vermehrt mit der Umweltthematik beschäftigt. Das Konzept der Nachhaltigkeit, der Artenverlust, die Biodiversitätsstrategie der EU und vor allem die Klimakrise hat und wird viele Berufsmöglichkeiten im Umweltbereich mit sich bringen.

Viele verschiedene Anforderungen

Die Arbeit im Umweltbereich bringt viele Herausforderungen mit sich, denn soziale und kommunikative Fähigkeiten, Flexibilität, Selbständigkeit und Stressresistenz sind gefragt. Berufe im Umweltschutz fordern im Besonderen ein gewisses Durchsetzungsvermögen, da man nicht wie in anderen Berufen reine Schreibtischarbeit macht, sondern auch einen großen Teil der Zeit für Beratung und Überzeugungsarbeit investieren muss. Dementsprechend sind auch die sozialen Anforderungen in diesen Jobs hoch.

Es gibt also unzählige Möglichkeiten, Berufe zu erlernen, in denen man in und mit der Natur arbeitet und auch für den Natur- und Umweltschutz aktiv ist. Trotz der vielen Herausforderungen sind diese Jobs abwechslungsreich und bringen immer Neues mit sich. Auch in Österreich bereits ausgestorbene Berufe, wie z.B. der Beruf des Hirten, werden durch die Rückkehr der großen Beutegreifer wie Wolf, Bär und Luchs, wieder sehr wichtig für unsere Gesellschaft.

Kurz vorgestellt: Was macht ein Nationalpark Ranger?

In Österreich sind Nationalpark Ranger die Botschafter der Natur und verbringen viel Zeit in der Wildnis. Ranger sind ein kommunikatives Bindeglied zwischen Schutzgebieten und Menschen. Sie vermitteln Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Wissen und zeigen anhand von besonders schönen Plätzen und biologischen Besonderheiten die Schönheit der Nationalparks. Nationalpark Ranger sammeln außerdem Daten über die Tier- und Pflanzenwelt und schauen, ob und wo Reparaturen oder Wartungsarbeiten notwendig sind.

Seit 2010 kann man österreichweit die zertifizierte Ausbildung zum Nationalpark Ranger machen. Der Lehrgang dauert 42 Tage und findet je nach Bedarf in den einzelnen Nationalparks statt und umfasst Tiere, Pflanzen, Gestein, Wetter, Berg- und Alpinkunde, Naturschutz, Ökologie, Erste Hilfe, Pädagogik – sowie Exkursionen und Besonderheiten der einzelnen Nationalparks. Beschäftigungsmöglichkeiten für Nationalpark Ranger gibt es in den sechs österreichischen Nationalparks.

Kurz vorgestellt: Was macht ein Forstwirt?

Forstwirte kümmern sich darum, dass das Holz des Waldes genutzt werden kann und der Wald gesund bleibt. Er entscheidet, welche Bäume gefällt werden sollen, und sorgt dafür, dass genügend junge Bäume nachwachsen. Motorsensen oder Kettensägen sind das tägliche Werkzeug – der Wald ist ein beeindruckender Arbeitsplatz für Forstwirte. Zum Forstwirt kann man sich an einer Fachschule ausbilden lassen, oder Forstwirtschaft studieren. Arbeitsmöglichkeiten gibt es viele: Bei den Bundes- oder Landesforsten, im Privatbetrieb, in Firmen oder in der Forschung an der Universität.

Kurz vorgestellt: Was macht ein Klimaforscher?

Klimaforscher oder Klimatologen erforschen vor allem die Ursache von Klimaveränderungen und versuchen im Rahmen von Forschungsprojekten herauszufinden, inwieweit der Einfluss der Menschen auf die Natur für bestimmte Klimaphänomene verantwortlich ist und wie diese vermieden werden können. Hierzu entwickeln sie Modelle um die Klimaentwicklung vorherzusagen, formulieren Leitfäden und Programme zum Klimaschutz und beraten Umweltbehörden und politische Organisation. Sie analysieren die Kreisläufe, die das Klima auf der Erde mitbestimmen, wie die allgemeine Zirkulation der Atmosphäre, Meeresströmungen und Wasserkreislauf. Klimaforscher arbeiten in der Regel an Forschungsinstituten im Team mit anderen Spezialisten wie Geophysikern, Meteorologen, Ökologen, Meeresforschern oder Umweltsystemwissenschaftlern.

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