Steckbrief: Ameisen und Insekten

Insekten

Insekten sind die wahrscheinlich wichtigste Klasse im Tierreich. Sie haben alle den gleichen Bauplan, ihr Körper besteht aus den drei Teilen Kopf, Thorax und Abdomen. Außerdem haben sie einen ähnlichen Lebenszyklus. Aus dem Ei schlüpft eine Larve, die manchmal dem erwachsenen Tier ähnlich sieht, aber auch völlig anders aussehen und leben kann. Aus dieser Larve entwickelt sich durch mehrere Häutungen oder eine einmalige Verpuppung das erwachsene Tier. Aus diesem einfachen Bauplan und Lebenszyklus entwickelte sich jedoch eine unglaubliche Vielfalt; Insekten machen den größten Teil aller Tierarten aus und bilden auf der ganzen Welt einen elementaren Teil der Nahrungskette.

Vielfalt

Heute sind circa eine Million Insektenarten bekannt. Das sind bereits über sechzig Prozent aller bekannten Tierarten. Jedoch sind sich Biologen sicher, dass es noch viel mehr Insektenarten gibt, die wir bisher noch nicht entdeckt haben, manche schätzen bis zu 10 Millionen. Insekten haben so gut wie alle Lebensräume erobert, von der Luft bis zum Wasser und dem Boden. Nur in den Polregionen und auf dem offenen Meer findet man sie nicht. Auch die Lebensweisen von Insekten sind schier unendlich. Manche fliegen weite Strecken und fressen alles, was sie finden, andere verbringen ihr ganzes Leben auf einem anderen Organismus, von dem sie sich ernähren.

Ameisen

Einer der bekanntesten und präsentesten Familien der Insekten sind die Ameisen. Auch wenn wir oft nur den Begriff Ameise verwenden, sind bei Weitem nicht alle Ameisen gleich. Allein in Österreich gibt es 130 Arten von Ameisen, weltweit sogar über 10.000. Auch wenn Ameisenhaufen mit unzählbar vielen herumwuselnden Ameisen chaotisch aussehen, sind sie das Gegenteil. Ameisenstaaten sind perfekt durchorganisiert, auch wenn sie zum Teil aus mehreren Hunderttausenden Ameisen bestehen. Ameisen sind oft die “Müllabfuhr” in einem System, da sie alles Essbare in ihren Bau schleppen und dort fressen. 

Zusammenleben von Insekten und Mensch

Der Mensch ist auf Insekten angewiesen. Sie sind ein nicht zu ersetzender Teil eines Ökosystems und erfüllen alle möglichen Aufgaben in der Natur. Sie sorgen für die Bestäubung und somit Fortpflanzung von Pflanzen und den Abbau von totem Material, wodurch neues Leben entsteht. Damit sind wir für unsere Ernährung direkt von ihnen abhängig. Ohne Bestäubung durch Insekten können viele Früchte und Gemüse nicht mehr wachsen. Dennoch gab es in den letzten Jahrzehnten ein drastisches durch den Menschen verursachtes Insektensterben. Die moderne intensive Landwirtschaft mit übermäßigem Einsatz von Pestiziden beraubt die Insekten ihres Lebensraumes oder tötet sie sogar gezielt.

Wie kannst du Insekten helfen?

Um zu verhindern, dass Insekten durch Pestizide sterben, solltest du Bio-Produkte kaufen. In der biologischen Landwirtschaft sind die meisten Pestizide verboten und es wird darauf geachtet, um Äcker herum Hecken oder Randstreifen anzulegen, die einen Lebensraum für Insekten bieten. Ein anderes großes Problem für Insekten ist die Abnahme der heimischen Artenvielfalt in Gärten. Kurzgehaltene Rasen und exotische Zierpflanzen bieten unseren heimischen Insekten kaum Nahrung. Den Insekten in deinem Garten kannst du ganz einfach durch nichts tun helfen. Wenn der Rasen nur einige Male im Jahr gemäht wird und nicht jede ungewollte Pflanze sofort entfernt wird, können heimische Pflanzen blühen und Insekten Nahrung bieten.

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