Rücksicht auf Wildtiere im Winter nehmen

In diesem Posting haben wir euch bereits die Überlebensstrategien von Wildtieren im Winter vorgestellt. Auf die Tiere, die keinen Winterschlaf halten, sondern nur eine Winterrruhe oder die überhaupt aktiv sind, sollten wir Menschen besonders Rücksicht nehmen.
Diese Tiere müssen nämlich möglichst viel Energie sparen, um den Winter mit seinen kalten Temperaturen, den Schneemassen und wenig Nahrung zu überstehen. Bei der Winterruhe senken die Tiere den Herzschlag und die Körpertemperatur. Das machen z.B. Dachs, Eichhörnchen oder Braunbär. Kommt dann ein Wintersportler oder ein Hund vorbei, erschreckt das Tier und sein Herzschlag wird beschleunigt oder es muss gar flüchten. Das zehrt an den Fettreserven der Tiere und es kann womöglich sogar sterben.

Sich an markierte Wege halten

An regelmäßig begangenen, markierten Routen, wo Störungen konstant und relativ häufig auftreten, können sich manche Wildtiere sogar an diese Störungen gewöhnen. An unüblichen, nicht markierten Routen überraschen Wintersportler Wildtiere und stressen sie dadurch besonders stark. Die Wildtiere flüchten dann sehr weit oder kommen überhaupt nicht mehr in dieses Areal zurück.

Deswegen sollte man auf den Bergen immer auf den markierten Wegen bleiben, das gilt auch für Skipisten. Schneefreie Stellen sollten gemieden werden, weil sie für die Nahrungsaufnahme der Tiere besonders wichtig sind. Im Tal sollten Bereiche mit Büschen, Gehölzen und größere Waldteile in Ruhe gelassen werden, weil sie wichtige Rückzugsgebiete für Wildtiere sind.

Winterruhezonen

Außerdem gibt es zum Schutz der Wildtiere Winterruhezonen. Dort sind die Freizeitaktivitäten der Menschen über einen bestimmten Zeitraum, meist von Dezember bis März oder Mitte April, z.B. durch Betretungsverbote eingeschränkt. Winterwanderwege und Skitourenrouten bleiben jedoch meist begehbar. Diese Betretungsverbote werden in Österreich durch die Berg- und Naturwacht kontrolliert und es können auch Strafen verhängt werden.

Wer die Absicht hat, sich abseits der markierten Routen in unberührte Gebiete zu begeben, sollte sich vorher sehr gut über die Route informieren. Die Dämmerungszeit sollte unbedingt gemieden werden, da das die Aktivitätszeit der meisten Tiere ist. Dann gibt es noch das „Trichterprinzip“, das heißt der Bewegungsradius sollte von oben nach unten, also bei der Abfahrt, enger werden, so wie ein Trichter.

Vier Regeln für mehr Natur

Vielleicht kennst du die Kampagne „RespekTiere deine Grenzen“. Dabei sind vier Verhaltensregeln für den Sport im Winter ganz wichtig:

1) Winterruhezonen beachten: Sie bieten Wildtieren Rückzugsräume.
2) Auf Wegen und bezeichneten Routen bleiben: Auf regelmässig begangenen Routen können sich Wildtiere an Menschen gewöhnen.
3) Waldränder, Windschutzstreifen und schneefreie Flächen meiden: Hier halten sich Wildtiere gerne auf.
4) Hunde an der Leine führen: Wildtiere flüchten vor frei laufenden Hunden.

Weitere Tipps für das Verhalten in der Natur findest du unter „Respect Nature“.

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