Auf der Lauer liegt ein Schlauer

Der Luchs, im Volksmund auch „Pinselohr“ genannt, ist die größte europäische Raubkatze und ein heimlicher Einzelgänger. Menschen bekommen ihn praktisch nie zu Gesicht. Ein Luchs lässt sich an den etwa vier Zentimeter langen „Pinseln“ auf seinen Ohren und an dem kurzen Stummelschwanz mit schwarzer Spitze leicht erkennen
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  • Luchse mögen riesige Jagd- und Streifgebiete, am besten mit steilen bewaldeten Hängen. Felsen sind ihre bevorzugten Ruhe- und Aussichtsplätze.
  • Bei der Jagd schleicht sich der Luchs an. Aus der Deckung heraus macht er einen kurzen Sprint, bei dem er eine Geschwindigkeit von fast 70 km/h erreichen kann. Von außen sieht seine frisch erlegte Beute unverletzt aus, den Kehlbiss sieht man kaum.
  • Als Einzelgänger dulden sie in ihren Revieren keine anderen erwachsenen Luchse des gleichen Geschlechts. Sie kommunizieren über Duftmarken (Harn) miteinander. Wie alle Katzen sind Luchse hervorragende Kletterer.
  • Das Weibchen bringt Ende Mai bis Anfang Juni seine Jungen in einer Höhle zur Welt. Rund zehn Monate bleiben die kleinen Luchse bei der Mutter.
  • Pro Tag braucht ein Luchs 1 bis 2 Kilo Fleisch, pro Woche also etwa ein Reh. Er jagt nachts und während der Dämmerung. Liegen Schaf- und Ziegenweiden in der Nähe seines Waldreviers, kann es sein, dass er auch dort jagt.